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Buchbesprechungen/Rezensionen zum Roman "Todeskontakt"
"Nach dem historischen Thriller Das Heidenloch und einer Reihe von Anthologiebeiträgen veröffentlicht Martin Schemm mit Todeskontakt nun seinen zweiten Roman, den er diesmal in seiner Heimatstadt Hamburg ansiedelt. In seinem Kriminalthriller löst sich Martin Schemm zum Glück nur teilweise von den phantastischen Motiven, die in seinen früheren Werken noch ausgeprägter vorhanden waren. Das Ergebnis ist ein durch und durch populärer Krimi, der dennoch auch den Liebhaber unheimlicher Literatur zu fesseln versteht. Geschickt verbindet der Autor sehr realistische, ja geradezu profane Schauplätze mit einer unfassbaren Gefahr aus dem Reich der Dämonen. Dabei fließen seine eigenen Vorlieben ebenso ein, wie sein Hintergrundwissen aus der IT-Branche. Todeskontakt ist temporeich und gut ausbalanciert aufgebaut. Etwas seltsam mutet allenfalls die gefühlte Distanz zu den Protagonisten an, obwohl Schemm diese sehr liebevoll und detailliert zeichnet. Vielleicht ist es die große Anzahl der Figuren, die er ins Spiel bringt, vielleicht aber auch sein beobachtender, sezierender Stil, der dem Roman ein kühles, leicht technokratisches Flair gibt."
WERKFÜHRER DURCH DIE UTOPISCH-PHANTASTISCHE LITERATUR: "Der Roman ist sehr gut entwickelt, wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt, um die einzelnen, anscheinend so disparaten Ereignisse zu verfolgen. Die Verbindung von Internet, Beschwörungsformel/Code, finde ich hier sehr originell. Das dämonische Wesen, dessen Bedrohlichkeit an die Farbe Drommetenrot im Meister des Jüngsten Tages erinnert (auch der Name Gorski ist eine Reverenz vor Perutz), wird historisch hinreichend verankert, sein Erscheinen logisch begründet; die Spannung hält an bis zum Schluss, und auch die Figuren sind interessant und psychologisch gut fundiert; bleibt der fundamentale Glaubensartikel, den der Leser akzeptieren muss, die Begegnung von polizeilicher Ermittlung mit dem Übernatürlichen, die einmal keinem menschlichen Urheber, sondern einem Dämon gilt, der sich menschlicher Werkzeuge bedient. Das ist so spannend wie überzeugend, und man errät die Lösung nur knapp, bevor der Autor sie bekannt gibt."
"Thriller steht auf dem Titel, aber das beschreibt den Inhalt dieses Buches nur ungenügend. Martin Schemm stellt sein zweites Werk vor, das in Hamburg spielt. Und wieder - wie bei seinem Erstling »Heidenloch« - entspinnt sich aus einer anscheinend stinknormalen Situation langsam Mystisches, diesmal in wahrhaft mörderischer Form. In einer kleinen Internet-Firma geschieht unter mysteriösen Umständen ein Todesfall. Nichts weist auf Mord hin, aber noch weniger auf Selbstmord. Kommissar Gorski ist ratlos. Sämtliche Anhaltspunkte erweisen sich als Sackgassen, zumal ein recht bodenständiger Zeuge die Situation recht genau beschreiben kann.
Beim Fernsehsender "HAMBURG 1" fand ein Live-Gespräch zum Roman Todeskontakt statt. In der morgendlichen Sendung "Frühcafé" wurden der Thriller und sein Autor vorgestellt. Hier ein paar Bilder und der Interview-Text ... |

[Zuletzt aktualisiert im Mai 2010]